1 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung zur individuellen Förderung und beruflichen Orientierung investiert

17.02.2012 | Pressemitteilung | Universität Paderborn

Entwicklung, Evaluation und Verankerung individueller Förderkonzepte an 12 Berufskollegs in NRW durch Innovationsprojekt InLab der Uni Paderborn

Im Februar 2012 schauen Prof. Dr. H.-Hugo Kremer und Prof. Dr. Marc Beutner, Vertreter des centre for vocational education and training (cevet) der Universität Paderborn, auf drei Jahre erfolgreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit innerhalb des Projektes InLab zurück. InLab steht für Individuelle Förderung und selbstgesteuerte Kompetenzentwicklung für multikulturelle Lebens- und Arbeitswelten in der berufsschulischen Grundbildung.

InLab

Der Europäische Sozialfonds (ESF) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales haben das im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS – Integration und Vielfalt“ verankerte Projekt mit einer Fördersumme von 1 Million Euro ausgestattet. An das cevet, das dieses Innovationsprojekt mit insgesamt fünf Mitarbeiterstellen wissenschaftlich begleitet hat, flossen davon 500.000 Euro. In Kooperation mit über 70 Lehrkräften in zwölf Berufskollegs in NRW und dem NRW-Ministerium für Schule und Weiterbildung als Projektträger wurden Konzepte und Instrumente zur individuellen Förderung und Berufsorientierung für Lernende des berufsschulischen Übergangssystems entwickelt und evaluiert. Bereits während der Förderperiode hat das Projekt über 1.400 Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten im Übergang von allgemeinbildender Schule in Ausbildung und Beschäftigung haben, erreicht.

Das integrierte Weiterbildungskonzept zur individuellen Förderung in der beruflichen Bildung (WIB) und die öffentlichen Transfer-Foren mit renommierten Referenten aus Politik, Wissenschaft und Praxis haben den Transfer an die interessierte Öffentlichkeit unterstützt und die Entwicklung der Instrumente auf eine breite Basis gestellt.

„Durch das Projekt InLab haben wir den Auftrag und den Anspruch „Individuelle Förderung“ mit Leben gefüllt. Gerade bei Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf werden die Potenziale durch kreative Ausgestaltung des Lehrens und Lernens in besonderer Weise geweckt und unterstützt“, beschreibt Gabriele Stobbe-Dibbert, Schulleiterin des Mildred-Scheel-Berufskollegs in Solingen, die Relevanz des Projekts für die praktische Arbeit am Berufskolleg. Die Forschungs- und Entwicklungsergebnisse stießen darüber hinaus im Rahmen der Hochschultage Berufliche Bildung 2011 zum Thema „Übergänge in der Berufsbildung nachhaltig gestalten: Potenziale erkennen – Chancen nutzen“ auf großes Interesse. Auch über die Landesgrenze hinaus finden Projekterkenntnisse und -produkte Beachtung. Hieraus erwuchs u. a. ein zusätzliches Kooperationsarrangement mit dem niederländischen Projekt „Le(h)rnende Euregio“.

inlab


 

Ich freue mich über den Erfolg unseres gemeinsamen Projektes.

 

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