Transferschulungen für NetEnquiry

Das NetEnquiry-Tool wurde explizit für die betriebliche Aus- und Weiterbildung gestaltet. Ein zentrales Projektanliegen ist es darüber hinaus, die innovativen Potenziale weiteren Einrichtungen der beruflichen Bildung zu eröffnen und auszuloten, ob und wie ein Transfer sinnvoll erscheint.

Zu diesem Zweck wurde eine Schulung für Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen entwickelt und von Marcel Gebbe in mehreren NRW Berufskollegs durchgeführt. Neben der Vorstellung des NetEnquiry-Projektes und des gleichnamigen didaktischen Systems zielt die Schulung auf einen breit angelegten Transfer. Entsprechend wurden Lehrerinnen und Lehrer aus unterschiedlichsten NRW-Bildungsgängen (duale Berufsausbildung, Vollzeitschulische Bildungsgänge, Fachschulen) in die jeweilige Schulung eingebunden.

Innerhalb der Schulung hatten die Lehrkräfte die Möglichkeit das System zu testen und in einen konstruktiv-kritischen Dialog mit dem Dozenten zu treten. Im Mittelpunkt des Dialoges stand die Frage, welche didaktischen Innovationen für die berufsschulische Praxis in Zukunft einen Mehrwert bieten können. Gleichermaßen wurde diskutiert, welche Schritte erforderlich sind um eine nachhaltige und passgenaue Umsetzung realisieren zu können.

Die Basisschulung dauert jeweils 2,5 bis 3 Stunden und gibt den Lehrkräften einen ersten Einblick in das System. Zugleich eröffnet diese Schulung die Möglichkeit, NetEnquiry in Schulklassen zu Testzwecken einsetzen zu können. Ebenso wurden verschiedenste Ideen und Möglichkeiten von allen Beteiligten aufgezeigt, wie das System einen festen Platz in berufsbildenden Schulen einnehmen und die Bildungspraxis stärken kann.

Als zentrale Herausforderung wurde gesehen, dass die didaktisch-technische Expertise für die Entwicklung des komplexen Systems nicht auf einzelschulischer Ebene geleistet werden kann. Entsprechend wurde in allen Schulen die Forderung geäußert, dass hier die Bildungspolitik zeitnah handeln müsse, indem entsprechende personelle und finanzielle Ressourcen geschaffen werden. Durch eine entsprechend zentrale Entwicklungsstelle ließe sich die gute Basis für eine Einbindung in zahlreiche Schulen schaffen. Zugleich wurden deutliche Synergien gesehen, unter anderem hinsichtlich der Arbeitsbelastung bei der Entwicklung von Lernsituationen an einzelnen Schulen sowie in der Möglichkeit eine einheitliche Qualität und Kompetenzorientierung zentral umzusetzen.

Entsprechende Überlegungen zu Potenzialen und erforderlichen Schritten um diese Potenziale in unterschiedlichsten Bildungsgängen entfalten zu können werden durch die einzelnen Schulen in Form von Expertisen zusammengeführt.

Insgesamt sehen wir als Projektkoordinatoren die Schulungen als großen Erfolg an und freuen uns über die positive Resonanz und die zahlreichen konstruktiven Ideen.

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