KuKL-Tagung – Kompetenzdiagnose und Kompetenzentwicklung

11/28/2008 | Pressemitteilung

Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung und Centre for Vocational Education and Training der Universität Paderborn veranstalten am 5. und 6.12.2008 Tagung „Kompetenzdiagnose und Kompetenzentwicklung in der Lehrerbildung“

KuKL

Am 5. und 6.12.2008 findet an der Universität Paderborn die Tagung „Kompetenzdiagnose und -entwicklung in der Lehrerbildung“ statt. Veranstalter sind das Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ) und das Centre for Vocational Education and Training (cevet, Kompetenzzentrum zur Berufsbildungsforschung), beides Einrichtungen der Hochschule. Durch die Tagung soll der Austausch von Forschungsansätzen und -ergebnissen der Lehrerbildungsforschung im allgemeinbildenden und berufsbildenden Bereich gefördert werden. Die Tagung beginnt an beiden Tagen um 8.30 Uhr vor dem Hörsaal C2 (Nähe Haupteingang).

Dabei geht es unter anderem um Antworten zu folgenden Fragestellungen, mit denen sich die etwa 200 Teilnehmer beschäftigen werden:  Welche Kompetenzen benötigt ein Lehrer bzw. eine Lehrerin für guten Unterricht bzw. professionelles Handeln in der Schule? Wie lassen sich Kompetenzen von Lehrkräften diagnostizieren und welche Verfahren sind dafür geeignet? Wie sind die Lern- und Entwicklungsverläufe von Lehrkräften bei der universitären Ausbildung und im Vorbereitungsdienst zu gestalten, um eine Kompetenzentwicklung zu ermöglichen? Wie kann man Lehrveranstaltungen bzw. Lernarrangements in der Lehrerbildung kompetenzförderlich gestalten?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland stellen ihre Forschungsansätze vor und wollen der Lehrerbildungsforschung die Rolle als „Stiefkind“ nehmen. Ziel ist u. a., der „Krise der Daten“ in der Lehrerbildung zu begegnen. Der Austausch zwischen den Forschenden soll durch die Tagung gefördert werden, die durch Prof. Dr. Nikolaus Risch, Präsidenten der Universität Paderborn, eröffnet wird. Redner mit Grundsatzreferaten sind Prof. Dr. Marc Beutner (Universität Paderborn), Dr. Mareike Kunter (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin) und Prof. Dr. Tade Tramm (Universität Hamburg). Ergänzt werden die Vorträge durch weitere 42 Beiträge im Rahmen von Workshops.

Das Tagungsprogramm steht im Web und zum Ausdruck zur Verfügung.

Informationen: www.upb.de/kukl. PLAZ: Dr. Andreas Seifert, Tel.: 05251-60-3667,seifert(at)plaz.upb(dot)de. Cevet: Marcel Gebbe, Tel.: 05251-60-5010,mgebbe(at)notes.upb(dot)de.


 

DIE KUKL-TAGUNG

Tagungen
12.10.2008

Erfolgreiche Uni-Tagung des Zentrums für Bildungsforschung und Lehrerbildung sowie Centre for Vocational Education and Training mit 200 Teilnehmern über Lehrerbildungsforschung

Am 5. und 6.12. 2008 fand an der Universität Paderborn eine Tagung unter dem Titel „Kompetenzdiagnose und Kompetenzentwicklung in der Lehrerbildung“ statt, die vom Centre for Vocational Education and Training (cevet) und vom Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ) organisiert wurde. Die Veranstalter, beides Einrichtungen der Universität Paderborn, setzen konzeptionell Forschungsschwerpunkte im Bereich der Lehrerausbildung. Das PLAZ versteht sich als Entwicklungsagentur für innovative Ansätze und Instrumente der Lehrerbildung, insbesondere im Bereich der Kompetenzmessung. Das cevet beschäftigt sich mit interdisziplinär angelegten Forschungs- und Entwicklungsfragen der beruflichen Bildung.

Derzeit stehen in der Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen massive Veränderungen bevor. Die Reform der Lehrerausbildung, die damit verbundene Umstellung der Lehramts-Studiengänge auf ein Bachelor-Master-System sowie die Autonomie der Hochschulen sind nur einige der Aspekte, die momentan kontrovers diskutiert werden. Die Reformdebatte wird dabei nach wie vor durch „starke Überzeugungen“, weniger jedoch durch belastbare Daten bestimmt. Auch wenn innerhalb der Lehrerbildung die Anzahl der empirischen Forschungsprojekte zunimmt, so wird dennoch noch von einer „Krise fehlender Daten“ in diesem Bereich gesprochen. Weitere Defizite liegen unter anderem in der ungenügenden bildungstheoretischen Fundierung und in der mangelnden Berücksichtigung und Durchführung überregionaler Studien. Lehrerbildungsforschung bleibt noch zu oft auf die eigene Institution beschränkt und nutzt nur lokal überprüfte Instrumente zur Datenerhebung. Dies hat eine eingeschränkte Generalisierbarkeit und Vergleichbarkeit solcher Studien zur Konsequenz.

Nach der Begrüßung der fast 200 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durch den Präsident Prof. Dr. Nikolaus Risch ging Prof. Dr. Niclas Schaper, Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Paderborn, Projektgruppenleiter im PLAZ und Mitglied bei cevet, auf die Ziele und Inhalte der Tagung ein. Eines der wichtigsten Ziele der Umstellung der Lehrerausbildung sei das Bestreben, die Lehrerbildung zu professionalisieren, so Schaper in seinem Eröffnungsvortrag. Fragen um die Professionalisierung der Lehrerbildung bildeten einen Schwerpunkt der Tagung, um den Defiziten innerhalb der Lehrerbildungsforschung zu begegnen. Neben drei Grundsatz-Vorträgen konnten die Teilnehmer in 42 weiteren Beiträgen im Rahmen von Workshops ihre Erkenntnisse vertiefen. Paderborn war so Ort eines fruchtbaren Austauschs in der Lehrerbildungsforschung. Eine weitere an diesem Punkt anknüpfende Tagung zur Lehrerbildungsforschung ist bereits in Planung.

Das Tagungsprogramm kann hier eingesehen werden.

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